Vier DFB-Pokalpartien – vier Auswärtssiege – eine Überraschung

Am Dienstag und Mittwoch standen die Viertelfinalpartien des DFB-Pokals an. Gleich vier der derzeit besten sechs Bundesligaklubs waren noch im Wettbewerb vertreten. In einer Partie kam es zu einer handfesten Überraschung…

Eintracht Frankfurt – Borussia Dortmund 0:1

Das Auftaktspiel bildete die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Beide Klubs agierten nach ihren letzten deutlichen Erfolgen in der Bundesliga voller Selbstvertrauen. Die Hausherren begannen mutig und kamen gegen den favorisierten BVB sogar zu guten Torgelegenheiten. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Schwarz-Gelben ein Chancenplus. Die zweite Halbzeit begannen die Hessen stark, aber bald hatten die Borussen wiederum die besseren Möglichkeiten. Für die Entscheidung sorgte schließlich ein Eckball von Mkhitaryan. Aubameyang köpfte den Ball – nachdem Kehl diesen verlängert hatte – wuchtig ins Tor und markierte damit das Tor des Tages. Auch wenn die Eintracht gut mitspielte und alles andere als chancenlos war, siegten die Gäste letztlich verdient.

1899 Hoffenheim – VfL Wolfsburg 2:3

Eine sehr unterhaltsame Partie boten Hoffenheim und Wolfsburg. Die Hausherren störten die Gäste früh und waren zunächst spielüberlegen. Doch nach einem Foul von Vestergaard an de Bruyne entschied Schiedsrichter Gagelmann auf Strafstoß, den Rodriguez zur Führung für Wolfsburg einnetzte. Nun agierten die Wölfe überzeugender, mussten aber nach 39 Minuten den Ausgleich durch Firmino hinnehmen. Die erneute Führung gelang den Gästen sechs Minuten später wiederum durch einen an ihm verursachten Foul per Elfmeter. In der zweiten Halbzeit erhöhte Dost sogar zum 3:1 für Wolfsburg. Dass es doch noch einmal spannend wurde, lag an Rodriguez. Der bereits mit Gelb verwarnte Doppeltorschütze wurde nämlich in der 70. Minute wegen Zeitspiels mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Die Hausherren drängten, kamen aber nur noch durch Firmino in der Nachspielzeit zum Anschlusstreffer.

Bayer Leverkusen – 1. FC Kaiserslautern 0:1 (n. V.)

Die nominell leichteste Aufgabe dieser Pokalrunde hatte Leverkusen, das gegen den Zweitligisten Kaiserslautern auch noch den Heimvorteil auf seiner Seite hatte. Dennoch war ein Klassenunterschied auf dem Feld nicht ersichtlich, vielleicht auch, weil Trainer Hyypiä nicht nur Castro, Hilbert und Spahic, sondern zunächst auch Top-Stürmer Kießling eine Pause gönnte. Die Gäste ließen die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen und griffen ihrerseits immer wieder mutig an. Als auch nach 90 Minuten noch kein Tor gefallen war, kam es zur Verlängerung. Hier hatte Idrissou nach einem umstrittenen Pfiff des Schiedsrichters die Chance, die „Roten Teufel“ vom Elfmeterpunkt aus in Führung zu bringen. Doch der Stürmer schoss neben das Tor. Als viele bereits mit einem Elfmeterschießen rechneten, bereitete ausgerechnet Pechvogel Idrissou das nicht unverdiente Siegtor durch Janssen vor.

Hamburger SV – FC Bayern München 0:5

Auch im letzten Spiel dieser Pokalrunde siegten die Gäste – und wie. Der Rekordmeister führte die Hausherren phasenweise regelrecht vor und siegte am Ende ungefährdet mit 5:0. Die Hanseaten bemühten sich weitgehend um Schadensbegrenzung und versuchten mit kämpferischen Qualitäten dem spielerisch deutlich überlegenen Rekordmeister Bayern München beizukommen. Doch bereits in der 22. Minute erzielte Mandzukic die Führung. Vier Minuten später traf Dante zum 2:0. Auch in der zweiten Hälfte ließen die Bayern nicht nach. Robben erzielte in der 54. Minute das 3:0 und Mandzukic markierte eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Doppelpack den – auch in dieser Höhe verdienten – Endstand.
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