VfB Stuttgart – der Rückrundenspezialist

Geschichte und Erfolge des Vereins

Am 9. September 1893 wurde der FV Stuttgart gegründet, der sich neunzehn Jahre später mit dem Kronen-Klub Cannstatt zusammenschloss, wodurch der Verein für Bewegungsspiele – oder kurz VfB – Stuttgart entstand. 1963 zählte der Verein aus Baden-Württemberg zu den Gründungsmitgliedern der 1. Bundesliga. Den sportlichen Tiefpunkt erlebte der VfB Stuttgart 1976 mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga Süd und im folgenden Jahr, als die Mannschaft dort nur einen enttäuschenden elften Rang erreichte. Doch danach gelang der ersehnte Aufstieg. Insgesamt konnte der VfB fünf Mal die deutsche Meisterschaft – nämlich 1950, 1952, 1984, 1992 sowie 2007 – erringen. Zudem wurde die Mannschaft drei Mal Sieger im DFB-Pokal (1954, 1958, 1997). International sind den Schwaben jedoch die ganz großen Erfolge bisher versagt geblieben. Immerhin erreichte das Team aber 1989 das Finale im UEFA-Pokal sowie 1998 das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger, unterlag aber dem SSC Neapel bzw. dem FC Chelsea.

Derzeitige Situation in der Bundesliga

Am 26. August 2013 wurde Bruno Labbadia entlassen, der den VfB seit dem Jahr 2010 trainiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Klub nicht nur alle drei Punktspiele in der neuen Bundesligasaison, sondern auch das Hinspiel in der UEFA Europa League verloren. Noch am gleichen Tag wurde als Nachfolger Thomas Schneider verpflichtet, der bis dahin die U17 des Vereins trainiert hatte und zuvor viele Jahre beim VfB als Spieler aktiv gewesen war. Die Mannschaft schied zwar unter seiner Leitung unglücklich aus der Europa League aus, fertigte aber danach die TSG 1899 Hoffenheim mit 6:2 ab und erreichte am fünften Spieltag einen 1:0-Auswärtssieg gegen Hertha BSC.

Herausragende Spieler des VfB

Eine Vereinslegende ist Karl Allgöwer, der bei den Schwaben von 1980 bis 1991 aktiv war. Der wegen seines harten Schusses auch scherzhaft “Karl Knallgöwer” genannte Offensivspieler bestritt 338 Pflichtspiele für die Schwaben und erzielte dabei 129 Tore. Vedad Ibišević ist zwar erst seit 2012 beim VfB, aber aus dem Sturm nicht mehr wegzudenken. Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Angreifer ist der Mann für die wichtigen Tore und hat bisher für den Verein durchschnittlich in jedem zweiten Spiel getroffen. Zuletzt gelang ihm ein Dreierpack gegen Hoffenheim.

Besonderheiten

Der schwache Start des VfB Stuttgart in die Saison 2013/2014 kann aufmerksame Beobachter kaum überraschen. Denn seit Jahren ist es bei den Schwaben schlechte Tradition, die Hinrunde mit enttäuschenden Ergebnissen zu beginnen. Darauf folgte aber fast immer eine deutlich stärkere Rückrunde. Besonders krass war der Unterschied in der Saison 2010/2011. In der ersten Saisonhälfte rangierte der VfB damals mit nur zwölf Pünktchen auf dem vorletzten Rang, holte dann aber in der Rückrunde satte 30 Punkte. Eine optische Besonderheit der VfB-Trikots ist der rote Brustring, der erstmals 1925 Verwendung fand.

Stuttgarter Fans

Rund 45.500 Mitglieder zählt der VfB Stuttgart derzeit. Mitglieder von Fan-Clubs, die zur Organisation OFC (“Offizieller Fan-Club”) zählen, erhalten vom Verein zahlreiche Vergünstigungen – etwa ein Karten-Vorkaufsrecht bei besonders attraktiven Spielen. Dafür verpflichten sie sich unter anderem, auf Gewalt zu verzichten.

Google+ Profil der Autorin

Print Friendly

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>