Harte deutsche Gruppe G, noch härtere Gruppen B und D

Die Würfel sind gefallen. Endlich steht die Zusammensetzung der acht Vorrundengruppen fest, in denen die 32 für die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien qualifizierten Teams ihre ersten Spiele absolvieren werden. Die Ziehung fand im brasilianischen Distrikt Costa Do Suipe am 6. Dezember um 13 Uhr Ortszeit – das entspricht 17 Uhr Mitteleuropäischer Zeit – statt. Als „Glücksfeen“ fungierten dabei die Fußballlegenden Cafu, Fabio Cannavaro, Alcides Ghiggia, Fernando Hierro, Goeff Hurst, Mario Kempes, Lothar Matthäus und Zinedine Zidane. Allerdings haben sie der deutschen Mannschaft nicht besonders viel Glück beschert. Andere Nationalteams haben jedoch noch schwierigere Gruppen erwischt.

Die deutsche Gruppe – schwierige Gegner, schwierige Bedingungen

Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es in der Gruppe G mit den Teams aus Portugal, Ghana und den USA zu tun. Damit haben Jogis Jungs – wenn man die möglichen Gegner betrachtet – eine eher schwere Auslosung erwischt. Immerhin hat jede dieser Mannschaften bei der letzten Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika 2010 die Gruppenphase überstanden. Im ersten Spiel wird es Deutschland mit dem wohl härtesten Gruppengegner, Portugal, zu tun bekommen. Zwar musste die „Seleção das Quinas Tugas” in der Qualifikation für die Endrunde der WM 2014 den Umweg über die Play-offs nehmen, allerdings wird die portugiesische Nationalelf auf Platz fünf der FIFA-Weltrangliste geführt. Bei den letzten beiden großen Turnieren – der WM 2010 und der EM 2012 – schieden die Portugiesen jeweils nur knapp und etwas unglücklich gegen den späteren Titelträger Spanien aus. Immerhin konnte die deutsche Mannschaft aber die letzten drei Spiele gegen die portugiesische Elf gewinnen. Den letzten Sieg hat Deutschland bei der Europameisterschaft 2012 eingefahren, bei der die „Seleção das Quinas Tugas” ebenfalls Gruppengegner war. Entscheidend wird es sein, Portugals Superstar Cristiano Ronaldo zu stoppen. Wie das nicht geht, zeigte die schwedische Mannschaft, die „CR7” in den Play-offs mit vier Toren im Alleingang abschoss.

Auch Ghana, Deutschlands zweiter Gegner, dürfte Jogis Jungs noch gut bekannt sein. Denn bei der WM 2010 wurde der 24. der Weltrangliste ebenfalls in die deutsche Gruppe gelost. Ein besonderes Wiedersehen wird es für die Brüder Jerome und Kevin-Prince Boateng geben, die bereits beim knappen 1:0-Sieg in Südafrika gegeneinander spielten. Bei diesem Turnier erreichten die “Black Stars” immerhin das Viertelfinale und verloren hier nur knapp gegen Uruguay im Elfmeterschießen.

Auch beim letzten Gruppengegner, den USA, wird es ein besonderes Wiedersehen geben. Jogi Löw trifft nämlich auf seinen früheren Chef und Vorgänger Jürgen Klinsmann, der seit 2011 die US-Boys trainiert. Der Vierzehnte der FIFA-Weltrangliste konnte sogar die letzte Partie gegen Deutschland für sich entscheiden. Allerdings lief die deutsche Elf damals lediglich mit einem B-Team auf.

Ein anderer Gegner, den niemand unterschätzen sollte, ist das Klima. Die Partien der Gruppe G werden nämlich im Norden des Landes ausgetragen, wo es sehr warm und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Dass die Anstoßzeiten zwischen 13 und 16 Uhr Ortszeit liegen, verschärft die Lage noch zusätzlich.

Gruppen B und D am schwersten

Ja, die deutsche Gruppe G hat es in sich. Doch dass es noch härter kommen kann, zeigen die Gruppen B und D. Im ersten Spiel der Staffel B treffen mit Spanien und den Niederlanden die beiden Finalgegner der Weltmeisterschaft 2010 bereits in der Vorrunde aufeinander. Da werden es die dazu gelosten Teams aus Chile und Australien schwer haben, die Vorrunde zu überstehen. In der Gruppe D tummeln sich mit Uruguay, England und Italien sogar drei Weltmeister. Das vierte Team im Bunde ist die Mannschaft aus Costa Rica, die es sich wahrscheinlich sparen kann, das Mannschaftshotel über die Vorrunde hinaus zu buchen.
Aus deutscher Sicht ist vor allem die Gruppe H von Interesse. Denn aus dieser würde der mögliche Achtelfinalgegner kommen. Mit Belgien, Algerien, Russland und Südkorea drohen hier keine unlösbaren Aufgaben für Jogis Jungs.

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