Fußball EM: Rekordhalter Deutschland

Gleich nach der WM ist die EM das zweitwichtigste Ereignis was Fußball betrifft – zumindest in Europa. Anders als bei der Weltmeisterschaft kann die deutsche Nationalmannschaft dabei gleich auf mehrere Rekorde verweisen.

Der Vorgänger der Fußball Europameisterschaft ist im Prinzip genau drei Jahre älter als die Weltmeisterschaft: 1927 kämpften erstmals fünf Nationalmannschaften um den “Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften”. Die Veranstaltung war ein Riesenerfolg, die Zuschauerzahlen übertrafen sogar die Durchschnittszahlen einer heutigen Fussball EM. Am Ende setzte sich Italien gegen Ungarn durch. Solange der Wettbewerb existierte, nämlich bis 1960, spielte Deutschland darin allerdings keinerlei Rolle, die Nationalmannschaft nahm weder vor noch nach dem Krieg je daran Teil. Sein europäisches Debüt gab das Team der Bundesrepublik erst 1972, bis dahin stand allerdings die Mannschaft der DDR mehrmals im Wettbewerb. Mittlerweile war die UEFA gegründet worden und seit 1966 trägt die von ihr ausgerichtete Meisterschaft offiziell den Namen “Fußball-Europameisterschaft”. Das bundesrepublikanische Debüt geriet zu einem gigantischen Erfolg: Die deutsche Mannschaft, die bei manchen noch heute als die beste aller Zeiten gilt, holte den Titel gegen die Sowjetunion und Gerd Müller wurde Torschützenkönig. Den Erfolg konnte die Mannschaft zwei weitere Male wiederholen, nämlich 1980 und 1996 – was ihr, zumindest bis 2012, den ersten Platz auf der Rangliste mit den meisten Titelsiegen einbrachte. Dann zog Spanien zwar gleich, aber mit drei 2. Plätzen, elf Qualifikationen für die Endrunde und sechs Finalteilnahmen steht Deutschland insgesamt immer noch besser da.

Vier statt drei Wochen Endrunde ab 2016

Seit den Anfangsjahren 1960 und 1964, bei der nur vier Mannschaften in der Endrunde standen, wurde das Reglement der Fußball EM mehrfach geändert. Bedingt durch die gestiegene Zahl der UEFA-Mitglieder (Zerfall der Sowjetunion und Jugoslawiens) und immer größere Vermarktungserfolge machten seit 1996 jeweils 16 Mannschaften die Endrunde unter sich aus. Diese wurde in vier Gruppen und einem K.-o.-System ab dem Viertelfinale durchgeführt. Bei der Endrunde der EM 2016 in Frankreich stehen erneut Neuerungen ins Haus. Das Teilnehmerfeld wird auf 24 erhöht, gespielt wird nun in sechs Vierergruppen. Die Gruppenbesten, die Zweitplatzierten und die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Achtelfinale, von da an geht es weiter wie gehabt. Alle Freunde des Fussballs wird es freuen: Aufgrund der größeren Anzahl von Spielen in der Endrunde dauert diese nun ganze vier Wochen anstatt drei wie bisher.

 

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