Fußball: die besten Nationen der Welt

In den ersten Jahrzehnten der Fußballgeschichte dominierten Nationen die internationalen Wettbewerbe, die heute kaum noch eine Rolle spielen: Österreich, Ungarn, die Tschechoslowakei, Uruguay. Heute ist die Fußballwelt fest im Griff anderer Favoriten.

Schaut man sich die Ranglisten von Welt- und Europameisterschaften an, sind die Spitzenplätze fest im Griff einiger weniger Nationen: Auf dem europäischen Kontinent dominieren Deutschland und Spanien mit je drei Meistertiteln, gefolgt von Frankreich mit zweien. International ist Brasilien mit fünf gewonnen Weltmeistertiteln unangefochtener Spitzenreiter, dann folgt Italien mit vier Titeln, von denen zwei allerdings quasi aus der Frühzeit des Sports stammen. Es folgt wiederum Deutschland mit drei gewonnenen Meisterschaften, Argentinien schaffte es zweimal zum Sieg. Allerdings ist die Anzahl der Titelgewinne nur bedingt aussagekräftig, wofür Deutschland das beste Beispiel ist. Mit zusätzlich drei (EM) bzw. vier (WM) zweiten Plätzen sind wir praktisch die ungekrönten Könige. Der deutsche Fußball steht so gut da, wie lange nicht. Das Finale der Champions League, das mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund zwei Deutsche Mannschaften unter sich ausmachten, ist dafür bestes Zeugnis. Allerdings sagt das wenig über das Niveau deutscher Nationalspieler aus, da die Mannschaften der Clubs ja auch und vor allem von Spielern aus dem Ausland bevölkert werden.

Fest in der Hand von Spaniern und Latinos

Während der deutsche Durchschnittsbürger am Fußballgeschehen vor allem vor dem Fernseher teilnimmt, ist das Spiel in Brasilien und Argentinien wirklich Volkssport. Gekickt wird nicht nur im Stadion, sondern in großem Ausmaß auch auf Bolzplätzen und auf der Straße. Kein Wunder, dass das spielerische Niveau hoch ist – im Falle von Brasilien schlägt es sich in der obengenannten Rangliste deutlich nieder. Argentinien wird bei Weltmeisterschaften regelmäßig als Mitfavorit gehandelt und das mit Recht. Dass es nur selten für vordere Plätze reichte, ist wohl letztendlich einfach ein Mangel am Quäntchen Glück, dass es auch im Fussball immer braucht. Und der Fall zeigt, dass auch die Aussagekraft von irgendwelchen Ranglisten begrenzt ist. Die Anzahl von Fußballern, die beide Länder „exportieren“, zeugt ebenfalls von der hohen Wertigkeit, die der Sport dort besitzt. Im Falle von Brasilien sind es ganze 5000 Spieler, die bei ausländischen Clubs unter Vertrag sind.

In Spanien nimmt Fußball seit den Anfangstagen des Sports einen hohen Stellenwert ein. Das Land gehört sowohl zu den Gründungsmitgliedern der FIFA als auch der UEFA. Die Primera División, die erste Liga der Spanier, gilt als eine der stärksten Ligen des Kontinents, Real Madrid und der FC Barcelona sind legendär. Auf internationaler Ebene agierten die Iberer allerdings lange Zeit etwas glücklos. Nach einem ersten Europameistertitel 1964 gelang erst 2008 eine Wiederholung. Bei der folgenden Meisterschaft 2012 holte Spanien den Titel dafür gleich noch mal. Und dazwischen, 2010, gelang auch der Sieg bei der WM. Gegenwärtig ist die spanische Nationalmannschaft also anscheinend fast unschlagbar.

 

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