Franck Ribéry ist Europas bester Kicker

Franck Ribéry wurde von 53 Sportjournalisten im Rahmen einer Live-Wahl in Monaco am vergangenen Donnerstag zum “UEFA Best Player in Europe” 2013 gekürt. Der bei Bayern München aktive Mittelfeldspieler verwies den Argentinier Lionel Messi (FC Barcelona) sowie den Portugiesen Cristiano Ronaldo (Real Madrid) auf die Plätze zwei und drei. Damit tritt der Franzose die Nachfolge von Andrés Iniesta vom FC Barcelona an, der 2012 – wiederum vor dem Duo Lionel Messi und Cristiano Ronaldo – die Wahl für sich entschieden hatte. Dieses Jahr fiel das Abstimmungsergebnis deutlicher als im Vorjahr aus.

Zwei Drittel der Juroren sehen Ribéry vorn

Fast 68 Prozent der Jurymitglieder stimmten für Franck Ribéry. Während der Franzose 36 der 53 Stimmen erhielt, votierten für seinen Konkurrenten Lionel Messi nur vierzehn Juroren. Abgeschlagen landete der Portugiese Cristiano Ronaldo mit lediglich drei Stimmen auf dem dritten Platz. Damit wiederholte sich das Kopf-an-Kopf-Rennen des Vorjahres nicht, bei dem der Sieger Andrés Iniesta 35,8 Prozent und seine beiden Konkurrenten Lionel Messi und Cristiano Ronaldo jeweils 32,1 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten hatten. 2011 war Messis Sieg mit einem Stimmenanteil von fast 74 Prozent allerdings noch deutlicher ausgefallen.

Ronaldo glänzt durch Abwesenheit

Nach der Wahl gratulierte Lionel Messi seinem Konkurrenten artig. Der Argentinier hatte bereits bei der Verkündigung des Gewinners lautstark für den Franzosen applaudiert und dürfte diese Niederlage – als viermaliger Weltfußballer des Jahres – locker verschmerzen können. Cristiano Ronaldo hatte offensichtlich nicht mit einem Sieg gerechnet. Jedenfalls war der als extrovertiert geltende Portugiese – nachdem er im Vorjahr Zweiter und 2011 Dritter geworden war – gar nicht erst nach Monaco gereist

Ribéry dankbar für größten Individualerfolg

Äußerlich fast unbewegt nahm Franck Ribéry die Ehrung und die dazugehörige Trophäe entgegen. Er dankte in einer kurzen Rede seinen Teamkameraden beim FC Bayern München, seiner Familie und seinen Kindern. Zudem betonte er, dass dieses ein “besonderer Moment” für ihn sei und ein “ganz besonderes Jahr” kröne. Für den 30-jährigen Franzosen – der bereits 2007 und 2008 zu Frankreichs und Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt worden war – ist die Auszeichnung der bislang wichtigste Einzeltitel seiner Karriere.

Titel und Vorlagen statt Tore

Ausschlaggebend für Ribérys Sieg dürfte die Tatsache sein, dass ihm mit dem FC Bayern München 2013 der dreifache Triumph in Meisterschaft, nationalem Pokal und der UEFA Champions League geglückt war. Dagegen konnte Messi in diesem Jahr mit dem FC Barcelona “nur” die spanische Meisterschaft gewinnen. Cristiano Ronaldo und Real Madrid gingen sogar gänzlich leer aus. Zudem gab der Franzose deutlich mehr Torvorlagen als “CR7″ und auch etwas mehr als sein argentinischer Konkurrent. Allerdings waren dem Franzosen nur zehn Tore in der Liga und lediglich ein Treffer in der Königsklasse gelungen. Im Vergleich dazu waren seine Konkurrenten deutlich treffsicherer. Doch die Mehrheit der Juroren bewerteten die Leistung von Ribéry – der den Siegtreffer beim Triumph in der Königsklasse vorbereitete und auch in der noch jungen Saison bereits beeindruckende Spiele gezeigt hat – offensichtlich höher.

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