Deutsche Champions-League-Teilnehmer mit überwiegend schweren Gegnern

Am 16. Dezember loste die portugiesische Fußballlegende Luís Figo im schweizerischen Nyon die Achtelfinalpartien der UEFA Champions League 2013/2014 aus. Erstmals hatten mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und dem FC Schalke 04 gleich vier deutsche Vertreter die Gruppenphase der Königsklasse überstanden. Doch die Bundesligisten erhielten überwiegend schwere Gegner.

FC Bayern München gegen Arsenal London – eine offene Rechnung

Der FC Bayern München legte eine fast perfekte Gruppenphase in der Königsklasse hin. Der deutsche Rekordmeister gewann die ersten fünf Partien und leistete sich erst im letzten Spiel – nach einer frühen 2:0-Führung – eine 2:3-Heimniederlage gegen Manchester City. Nun wurde den Münchnern als Gegner Arsenal London zugelost, was dem Titelverteidiger nicht ganz ungelegen kommen dürfte. Denn mit den Engländern haben die Bayern noch eine Rechnung offen. Die letzte Niederlage in der Champions League – vor dem verlorenen Spiel gegen Manchester City – datiert nämlich vom 13. März 2013 und war ausgerechnet gegen Arsenal London. Doch das Spiel wird kein Selbstläufer werden, da die „Gunners“ – ebenso wie die Bayern – die heimische Liga anführen. Jedoch schwächelte Arsenal zuletzt und holte nur einen Zähler aus den letzten drei Spielen. Bei den Partien, die nächstes Jahr am 19. Februar und am 13. März stattfinden werden, dürfte es fast ein inoffizielles Treffen der deutschen Nationalmannschaft geben. Denn beim FC Bayern München stehen acht und bei Arsenal London immerhin drei deutsche Nationalspieler unter Vertrag.

Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg – BVB im Glück

Die Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League verlief bei Borussia Dortmund nicht ganz so souverän. Das Team aus dem Ruhrpott musste insgesamt zwei Niederlagen hinnehmen und verlor dabei unter anderem gegen den Bayern-Gegner Arsenal London. Da trifft es sich gut, dass den BVB mit Zenit St. Petersburg ein eher einfacher Opponent im Achtelfinale erwartet. Die Russen konnten nur zwei Punkte aus den letzten drei Gruppenspielen einfahren und verloren dabei zuletzt 1:4 gegen Austria Wien, die nicht im Verdacht stehen, zu den Fußballgiganten zu gehören. Weil einige Anhänger des russischen Klubs sich in dieser Partie ziemlich daneben benahmen – neben rassistischen Parolen fielen sie auch noch durch den Einsatz von Pyrotechnik auf – bestrafte die UEFA Zenit mit einem Teilausschluss der Fans im Hinspiel, das am 25. Februar 2013 im Stadion Petrovskij stattfinden wird. Eine der schwierigsten Prüfungen für die Dortmunder werden wohl die klimatischen Bedingungen dort sein. Das Rückspiel ist auf den 19. März datiert.

Bayer Leverkusen gegen Paris St. Germain – Wünsche werden wahr

Bayer Leverkusen konnte sich für die K.-o.-Phase der Königsklasse erst am letzten Spieltag durch einen 1:0-Auswärtssieg als Gruppenzweiter hinter Manchester United – gegen die es zwei deutliche Niederlagen für die Werkself gab – qualifizieren. Im Vorfeld der Auslosung erklärte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade, er wünsche sich als Gegner Paris St. Germain, da Leverkusen gegen den französischen Hauptstadtklub noch nie gespielt habe. Dieser Wunsch war Figo Befehl, sodass Bayer Leverkusen am 18. Februar PSG empfangen und am 12. März nach Paris reisen darf. Paris SG konnte nicht nur die eigene Gruppe in der Champions League gewinnen. Der amtierende französische Meister führt derzeit auch die nationale Liga an. Dementsprechend sind die Pariser auch bei den Buchmachern in diesem Duell Favorit. Die Werkself wird vor allem ein Mittel gegen Superstar Zlatan Ibrahimović finden müssen.

Schalke 04 gegen Real Madrid – Hammer-Gegner für die Knappen

Die geringsten Chancen aller deutschen Mannschaften auf die nächste Runde hat sicherlich der FC Schalke 04. Die Knappen hatten in der Gruppenphase nur die Hälfte ihrer Spiele gewonnen und kassierten unter anderem zwei deutliche 3:0-Niederlagen gegen den FC Chelsea. Als Achtelfinalgegner wurde Schalke ausgerechnet Real Madrid zugelost. Die Spanier konnten ihre Gruppe ungeschlagen gewinnen und haben die Champions League so häufig wie kein anderes Team gewonnen. Am 26. Februar müssten die Knappen daheim im Hinspiel schon einen Sieg einfahren, um im Rückspiel am 18. März im berühmten Estadio Santiago Bernabéu überhaupt eine realistische Chance zu haben.

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