Bayer 04 Leverkusen – wird aus “Vizekusen” noch “Meisterkusen”?

Geschichte und Erfolge von Bayer Leverkusen

Auf Initiative von Arbeitern des Konzerns Bayer wurde der “Turn- und Spielverein 1904 der Farbenfabrik vormals Friedrich Bayer Co. Leverkusen” am 1. Juli 1904 gegründet. Drei Jahre später entstand eine eigene Fußballabteilung, die zusammen mit anderen Sportarten ab 1928 unter dem Namen “Sportvereinigung Bayer 04 Leverkusen” firmierte. Die Fußballer spielten von 1951 bis 1956 in der höchsten deutschen Liga und waren dort auch im Jahr vor der Gründung der Bundesliga 1962 vertreten. Dennoch durfte Bayer 04 Leverkusen zunächst nur in der zweithöchsten Liga antreten. Nach dem Abstieg 1973 war die Mannschaft erst vier Jahre später wieder zweitklassig. 1979 gelang sogar der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Zunächst mussten die Leverkusener dort um den Klassenerhalt kämpfen. Ein Meilenstein war 1986 die erstmalige Qualifikation für den UEFA-Pokal dank eines sechsten Tabellenplatzes. Maßgeblichen Anteil daran hatte Trainer Erich Ribbeck unter dem Bayer 04 Leverkusen 1988 sogar den UEFA-Pokal gewinnen – und damit den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte realisieren – konnte. Nachdem das Team 1990 auch den nationalen Pokal errang, musste es in der Spielzeit 1995/1996 bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen. Obwohl der Klub auch in der Saison 2002/2003 noch einmal in akute Abstiegsnot geriet, konnte sich Bayer 04 Leverkusen seitdem im oberen Drittel der Bundesliga etablieren.

Derzeitige Situation in der Bundesliga-Saison

Seit 2012 wird Bayer Leverkusen vom Finnen Sami Hyypiä trainiert, der beim Verein bis 2011 selbst als Verteidiger aktiv war. Mit neun Punkten aus den ersten vier Spielen ist der Klub gut in die Saison 2013/2014 gestartet und belegt – wie am Ende der Vorsaison – den dritten Rang. Angesichts der Qualität des Kaders sollte sich der Verein auf jeden Fall wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren.

Herausragende Spieler

Der wohl wichtigste Spieler in der Geschichte von Bayer 04 Leverkusen war der Stürmer Ulf Kirsten, der hier von 1990 bis 2003 aktiv war. Mit 350 Spielen ist er nicht nur der Feldspieler mit den meisten Einsätzen für Bayer 04, sondern dank 182 Treffern auch Rekordtorjäger. Herausragend in der aktuellen Elf ist mit Stefan Kießling wiederum ein Angreifer. Der seit 2006 bei Bayer aktive Stürmer hat bereits eine dreistellige Anzahl von Treffern für Leverkusen erzielt und wurde in der Saison 2012/2013 sogar Torschützenkönig der Bundesliga.

Besonderheiten des Vereins

Weil Bayer Leverkusen 2002 in der Bundesliga, im DFB-Pokal und auch in der UEFA Champions League “nur” den zweiten Platz erreichte, wird die Mannschaft bis heute von Gegnern als “Vizekusen” verspottet. Der Verein hat sich diese Bezeichnung übrigens inzwischen als Marke beim Deutschen Patentamt schützen lassen. Dass der Klub für die Zukunft durchaus optimistisch ist, zeigt die Tatsache, dass sich die Verantwortlichen auch den Namen “Meisterkusen” sicherten. Eigentlich untersagt der DFB, dass Unternehmen im Vereinsnamen genannt werden. Dank einer Sondererlaubnis, die mit der langjährigen Tradition begründet wurde, erhielt Bayer 04 Leverkusen aber eine Sondererlaubnis.

Bayer-Fans

Bayer 04 Leverkusen hat im Vergleich zu den anderen Klubs der 1. Bundesliga, die auf einem vergleichbaren Niveau spielen, eine eher geringe Anhängerschaft, worauf auch das nur etwas über 30.000 Zuschauer fassende Stadion – die BayArena – hindeutet. Grund dafür ist die Tatsache, dass die Stadt Leverkusen recht klein ist und es in der näheren Umgebung noch mehr Städte mit eigenen Klubs gibt. Zudem gilt der Verein unter einigen Fußballfans als “graue Maus”. Allerdings entstand 1989 die erste Ultra-Gruppe in der Bundesliga ausgerechnet bei Bayer 04. Derzeit hat der Verein rund 26.000 Mitglieder, die in mehr als 350 Fanklubs organisiert sind.

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